Dieser Kurs richtet sich speziell an werdende Eltern. Warum?
Weil sich in unserer Gesellschaft hartnäckig die Idee hält, dass ein Baby seine Ausscheidungen weder bewusst wahrnimmt noch irgendwie beeinflussen kann. Aber so einfach ist das nicht.
Menschenbabys sind darauf angewiesen, dass ihre Bezugsperson sie in vielen körperlichen Prozessen unterstützt. Regulation «passiert» am Anfang nicht allein – sie entsteht im Zusammenspiel zwischen Baby und Eltern. Von Geburt an seid ihr ein Team.
Gerade beim ersten Stuhlgang – dem Mekonium – steht daher nicht das bloße Beobachten von Signalen im Vordergrund. Vielmehr ist es die Mutter, die den Ausscheidungsprozess aktiv unterstützt und den entsprechenden Reflex anstößt. Hier kommt das Abhalten ins Spiel: Durch gezielte Unterstützung kann der Reflex sanft stimuliert werden, genau wie es in der biologischen Entwicklung von Traglingen vorgesehen ist.
Du lernst in diesem Kurs nicht nur, die Zeichen deines Babys wahrzunehmen, sondern vor allem zu verstehen, wie Co-Regulation körperlich funktioniert und wie du den Ausscheidereflex deines Neugeborenen gezielt und sanft stimulieren kannst – inklusive der Technik des Abhaltens.
Ausscheiden ist also kein Vorgang, den das Baby allein bewältigt. Es ist ein gemeinsamer Prozess.
Wenn du dein Kind auf diese Weise begleitest, entsteht von Anfang an ein enges Zusammenspiel – körperlich und emotional: Das heißt, du achtest nicht nur auf Signale, sondern bist der aktive Teil, der den Rahmen schafft, in dem Regulation möglich wird. Das ist ein elementarer Unterschied. Du zeigst damit deine Sicherheit im Umgang mit deinem Baby. Du achtest seine Würde und legst die Grundlage für eine sichere Bindung.




