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Was Babys von Natur aus könnenEin Interview mit Rita Messmer
Der Ausscheidungsreflex gehört physiologisch zu den frühkindlichen
Reflexen und ist biologisch angelegt. Er ist unbedingt, unkonditioniert,
angeboren und bei der Geburt voll ausgereift.

Vom ersten Lebenstag an versucht der Säugling, wenn er in eine bestimmte Position (Abhalteposition) gebracht wird, auszuscheiden. Dieser Reflex verliert sich mit dem 3./4. Lebensmonat. Als frühkindlicher bzw. primitiver Reflex oder Primitivreflex (engl. neonatal reflex) wird in der Medizin ein typisches und reproduzierbares Reaktionsmuster auf gezielte äussere Reize bezeichnet. Diese Reize laufen ohne Beteiligung des Grosshirns ab. Die Reflexe haben überlebenssichernde Funktionen, um wichtiges Verhalten in den ersten Lebensmonaten unwillkürlich (instinktiv) zu steuern, um dann mit der Reifung des Nervensystems und der Entwicklung des Grosshirns allmählich in eine willkürliche Steuerung
übergeführt werden zu können. Ihnen muss eine ganz besondere Bedeutung zugemessen werden.
Eine Stimulation des Ausscheidungsreflexes ermöglicht der Physiologie eine biologische Vernetzung
und Koordination dieses Prozesses. Säuglinge lernen schnell, ein Gefühl für ihre Ausscheidungen zu entwickeln und diese willkürlich zu steuern. Ich spreche in meinem Buch «Ihr Baby kann’s!» (s. Buchtipp Seite 24), das 1997 zum ersten Mal veröffentlich wurde, neurologisch auch von einer sensiblen Phase, die vom ersten Lebenstag an offen ist, sich aber gegen Ende des dritten Lebensmonates schliesst. Hier gehts zum ganzen Beitrag.