SRF DOK: Baby unverpackt

SRF Dok „Baby unverpackt – Weniger Windeln, weniger Probleme?“

📺 TV-Tipp: SRF Dok am Donnerstag, 17. September 2026

Baby unverpackt – der neue SRF Dok «Baby unverpackt – Weniger Windeln, weniger Probleme?» hinterfragt unseren heutigen Umgang mit Windeln und zeigt eine mögliche Alternative.

Diesen Termin solltest du dir vormerken: Am Donnerstag, 17. September 2026, um 20.10 Uhr auf SRF 1 wird die Dokumentation erstmals ausgestrahlt.

Und wir freuen uns ganz besonders: Rita Messmer, Gründerin von EPM-Pädagogik, hat an der Dokumentation mitgewirkt.

👉 Zum SRF Dok «Baby unverpackt» auf Play SRF

Der Film stellt eine Frage, die unseren heutigen Umgang mit Babys und Windeln grundlegend hinterfragt:

Müssen Kinder tatsächlich mehrere Jahre lang täglich Windeln tragen – und gibt es eine andere Möglichkeit?

5000 Windeln – und eine Tonne Abfall

Rund 5000 Windeln und etwa eine Tonne Abfall verursacht ein Kind durchschnittlich, bis es keine Windeln mehr benötigt.

Wegwerfwindeln sind praktisch und für viele Familien kaum aus dem Alltag wegzudenken. Gleichzeitig hat sich ihre Verwendung in den vergangenen Jahrzehnten stark ausgeweitet. Kinder tragen Windeln immer länger, teilweise bis ins Schulalter.

Doch die Entwicklung betrifft nicht nur Familien in der Schweiz oder in anderen westlichen Ländern. Die Windelindustrie dringt zunehmend in Länder vor, in denen Wegwerfwindeln bisher kaum verbreitet waren. Damit entstehen neue ökologische Herausforderungen.

In China sehen Kinderärzte einen Zusammenhang zwischen übermässigem Windelgebrauch und Ausscheidungsproblemen wie Inkontinenz und Verstopfung bei Kindern. In Tansania werden Wegwerfwindeln aus Plastik zunehmend zu einem Umweltproblem.

Der SRF Dok «Baby unverpackt» nimmt diese Entwicklung zum Anlass, unsere westliche Windelkultur genauer zu betrachten.

Gibt es eine Alternative zur klassischen Windelkultur?

Eine mögliche Alternative ist das sogenannte Abhalten.

Dabei wird davon ausgegangen, dass Babys bereits von Geburt an Signale zeigen können, wenn sie ausscheiden müssen. Eltern können lernen, diese Signale wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Das Baby wird nicht einfach in eine Windel gelegt und seine Ausscheidung damit ausschliesslich aufgefangen. Stattdessen entsteht eine frühe Form der Kommunikation: Das Kind signalisiert sein Bedürfnis – und die Eltern bieten ihm die Möglichkeit, sich ausserhalb der Windel zu entleeren.

Die Windel muss dabei nicht vollständig verschwinden. Sie kann weiterhin als Sicherheit und Unterstützung dienen.

Es geht also weniger um die Frage «Windel – ja oder nein?», sondern vielmehr darum, wie bewusst wir mit den natürlichen Ausscheidungsbedürfnissen eines Babys umgehen.

Rita Messmer mit ihrem Enkelkind das ins Töpfchen macht

Babys kommunizieren von Anfang an

Babys können sich noch nicht mit Worten ausdrücken. Trotzdem kommunizieren sie von Anfang an.

Sie zeigen, wenn sie Hunger haben, müde sind, Nähe brauchen oder sich unwohl fühlen. Auch beim Ausscheiden können Babys Signale zeigen.

Diese Signale wahrzunehmen, setzt allerdings Beobachtung und Aufmerksamkeit voraus. Eltern müssen ihr Baby kennenlernen und mit der Zeit erkennen, welche Veränderungen auf ein Ausscheidungsbedürfnis hinweisen können.

Genau diese Perspektive ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Rita Messmer und EPM-Pädagogik.

Dabei steht nicht die möglichst schnelle «Sauberkeitserziehung» im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, die Fähigkeiten des Babys wahrzunehmen und seine Signale ernst zu nehmen.

Rita Messmer im SRF Dok «Baby unverpackt»

Für EPM-Pädagogik ist die Mitwirkung von Rita Messmer an «Baby unverpackt – Weniger Windeln, weniger Probleme?» etwas Besonderes.

Rita Messmer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der frühkindlichen Entwicklung und mit der Frage, wie Eltern die natürlichen Kompetenzen ihrer Babys wahrnehmen und unterstützen können.

Ihre Perspektive fliesst in einen Film ein, der das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Der Dokumentarfilm begleitet eine Familie, die diesen Weg ausprobiert, spricht mit Kinderärzten in der Schweiz und in China und beschäftigt sich auch mit den ökologischen Folgen unseres hohen Windelverbrauchs.

Regie führte Isabella Sedivy. Sie verbindet in ihrer Arbeit als Dokumentarfilmerin gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen und gibt dem Thema Raum, aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet zu werden.

Weniger Windeln, weniger Probleme?

Der Titel des Films stellt bewusst eine Frage: «Weniger Windeln, weniger Probleme?»

Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht.

Für manche Familien kann das Abhalten eine interessante Möglichkeit sein, den Windelverbrauch zu reduzieren. Für andere mag es im Alltag nur teilweise oder gar nicht passen.

Auch darum geht es nicht darum, Eltern eine neue Verpflichtung aufzuerlegen. Es geht vielmehr um die Möglichkeit, eine bisher selbstverständliche Gewohnheit zu hinterfragen.

Was passiert, wenn wir unseren Babys mehr zutrauen?

Was verändert sich, wenn Eltern lernen, die Signale ihres Kindes beim Ausscheiden wahrzunehmen?

Und könnte ein bewussterer Umgang mit Windeln gleichzeitig Kindern, Familien und Umwelt zugutekommen?

Ein Blick über die Windel hinaus

Baby unverpackt ist deshalb mehr als ein Film über Windeln.

Es geht um unseren Blick auf Babys und ihre Fähigkeiten. Es geht um Kommunikation, Wahrnehmung und darum, wie viel wir von den Signalen eines kleinen Kindes tatsächlich verstehen können.

Gleichzeitig stellt die Dokumentation eine gesellschaftliche und ökologische Frage: Welche Folgen hat es, wenn Wegwerfwindeln über Jahre zum selbstverständlichen Bestandteil des Familienalltags werden – und sich diese Entwicklung weltweit weiter ausbreitet?

Der Film zeigt verschiedene Perspektiven und lädt dazu ein, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Vielleicht lohnt es sich, beim Thema Windeln nicht erst zu fragen:

«Wann wird mein Kind endlich trocken?»

Sondern schon früher:

«Was versucht mir mein Baby eigentlich zu sagen?»

📺 Jetzt vormerken: SRF Dok «Baby unverpackt»

Wir freuen uns sehr, dass Rita Messmer und die Perspektive der EPM-Pädagogik Teil dieser spannenden Dokumentation sind.

Wer sich für die Entwicklung von Babys, einen bewussteren Umgang mit Windeln oder das Abhalten interessiert, sollte sich den Sendetermin vormerken.

SRF Dok «Baby unverpackt – Weniger Windeln, weniger Probleme?»

🗓️ Donnerstag, 17. September 2026
20.10 Uhr
📺 SRF 1

👉 Jetzt auf Play SRF vormerken und mehr über den Film erfahren

Wir sagen: unbedingt einschalten!

Und vielleicht regt der Film auch dich dazu an, dein Baby einmal mit einem neuen Blick zu beobachten.

Denn manchmal beginnt ein anderer Umgang mit unseren Kindern nicht damit, ihnen etwas beizubringen – sondern damit, ihnen zuzuhören.

 

Die Dokumentation wird ab dem 17.09. ebenfalls auf YouTube verfügbar sein: https://m.youtube.com/@srfdoku?ra=m